Übersicht
Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten stellen hohe Ansprüche an Lebensmittel. Sie wünschen qualitativ hoch stehende, gesunde und sichere Produkte aus einer umwelt- und tiergerechten Produktion. Sie wollen wissen, woher ein Nutztier stammt und wie seine Haltungsbedingungen waren. Sie haben ein Recht auf klare und korrekte Deklarationen.
Die Bedeutung der Labelproduktion in der Schweiz ist sehr gross und steigt laufend weiter. Je nach Tierart umfasst sie 30–50%, bei der Mutterkuhhaltung und der extensiven Weidemast sogar fast 100%. Wichtige Punkte in den Haltungsanforderungen der Labels sind ein permanenter Auslauf ins Freie, Gruppenhaltung oder Mehrflächenbuchten.
Die Produzenten werden vom Bund für diese Leistungen mit Direktzahlungen entschädigt. Gefördert und ebenfalls abgegolten werden ausserdem Zusatzprogramme, die über den vom Schweizerischen Tierschutzgesetz festgelegten Standard hinausgehen und damit den Nutztieren noch tiergerechtere Haltungsformen bringen. RAUS (Regelmässiger Auslauf von Nutztieren im Freien) regelt die Häufigkeit eines Auslaufs im Laufhof und auf der Weide. BTS (Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme) schreibt Freilaufställe und Einstreu vor.
Bio-Produktion
Jeder Bio-Produzent bekennt sich zu einem Produktionsprogramm mit jeweils eigenen Richtlinien, die in einigen Punkten sogar über die Schweizerische Bio-Verordnung hinausgehen können. Gegenüber den klassischen Bio-Marktsegmenten wie Gemüse, Früchte, Milch, Milchprodukte und Eier beträgt der Marktanteil für Bio-Fleisch erst etwa 4 Prozent. Er steigt aber stetig, vor allem auch, weil die Grossverteiler Bio-Fleisch-Produkte in ihren Labelsortimenten fördern. Für die Herstellung von Bio-Produkten muss der gesamte Betrieb biologisch geführt werden.
Biologisch geführte Betriebe unterstehen strengen Richtlinien im Anbau und in der Fütterung, sie achten auf eine intakte Umwelt und tiergerechte Haltungsformen. Die meisten Betriebe verfolgen in der Tierhaltung eine Kombination von RAUS und BTS.
Fleischlabel mit ÖLN
In diesem Segment wird der weitaus grösste Teil der Fleischproduktion abgedeckt. Die Schweizer Schlachtviehproduzenten garantieren die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen sowie Aufzucht und Mast in der Schweiz.
Auch für die Nicht-Bio-Labels müssen die Gesamtbetrieblichkeit und eine Warenflusskontrolle erfüllt werden. Etliche Betriebe erfüllen bereits eine Kombination von RAUS und BTS oder nur BTS. Die Kontrollen erfolgen durch unabhängige, akkreditierte Kontrollorgane. Auch hier ist Gentechnik auf allen Stufen der Produktion verboten.
Garantierte Herkunftsbezeichnung
Schweizer Qualität ist auch auf dem Teller gerne gesehen. Doch nicht überall, wo Schweiz draufsteht, ist auch Schweiz drin. Deshalb sorgt Suisse Garantie für Klarheit beim Einkauf. Das offizielle Herkunftszeichen der Schweizer Landwirtschaft steht für:
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