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Man kann sich die Schweiz kaum ohne Kühe vorstellen. Wie kein anderes Tier prägen diese die Landschaft – und die Landwirtschaft. Aber auch Schweine, Geflügel und Schafe sind von Bedeutung. Dass die Tiere oft auf der Alp weiden, ist kein Klischee, sondern gelebte Kultur. Die naturnahe und tiergerechte Haltung geniesst bei uns einen hohen Stellenwert. Gewerbliche Grossbetriebe gibt es nicht.

Tierfreundliche Stallhaltung und Auslauf

Schweizer Fleisch verdient volles Vertrauen, denn der Standard bei der Tierhaltung ist sehr hoch. Kein Wunder, schliesslich besteht in den Familienbetrieben ein enger Bezug zu den Tieren. Zudem fördert der Staat die verantwortungsvolle Haltung – z. B. mit den Programmen «besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme» (BTS) oder «regelmässiger Auslauf von Tieren im Freien» (RAUS). Bereits zwei Drittel der Betriebe nehmen an RAUS teil, ein Drittel an BTS. Der Einsatz der Bauern lohnt sich: Die Tiere sind gesünder, ihr Fleisch schmeckt vorzüglich.
Verschiedenste Labelprogramme stellen zusätzliche Anforderungen an die Haltung und die Fütterung der Tiere.

Strenge Tierschutzgesetze

Neben den freiwilligen Anstrengungen bestehen strenge Gesetze und Vorschriften zur artgerechten Tierhaltung. Die Tiere werden angepasst an ihre Bedürfnisse gehalten: So leben etwa Kälber bis zum Alter von vier Monaten nicht angebunden, und die Rinder erhalten regelmässig Bewegung ausserhalb des Stalles. Unabhängige Kontrollen garantieren diese Qualitäten.

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