
Wir haben Küchenchefs zu ihren peinlichsten Momenten in Bewerbungsgesprächen befragt. Diese Reihe wird fortgesetzt! Welches war dein peinlichster Moment aller Zeiten im Bewerbungsgespräch? Teile ihn mit den Freunden von LCDJ auf Facebook. Wir freuen uns über viele witzige Einsichten.
Kilian Michlig, Teamchef der «Rhoneköche», derzeit die Schweizer Koch-Nationalmannschaft.
«Weil ich mich immer gut vorbereitet habe und eine anständige Dokumentation verfasst habe, ist mir nie ein peinlicher Moment widerfahren. Und heute bin ich selbstständig, da passiert mir das ohnehin nicht mehr.»
Françoise Wicki, Küchenchefin der Helvetia-Bar in Zürich und Köchin bei der TV-Sendung «Ab in die Küche» auf SF: «Als ich mich für meinen ersten Stage bei Anton Mosimann bewarb, war ich noch so unbedarft, dass ich nicht einmal nervös wurde. Er konnte mich ja unmöglich ernst nehmen! Jungen Köchen, die sich heute bewerben, würde ich raten, sich über ihre Stärken und Schwächen Gedanken zu machen und auch darüber zu reden. Ebenso wichtig ist aber, dass man seinem Gegenüber gut zuhört.»
Tobias Buholzer, Küchenchef Restaurant Münsterhof in Zürich, Gault-Millau-«Entdeckung des Jahres» 2009, hat folgendes Erlebnis beizutragen:
«Ich hatte mich als Koch bei Gastrounternehmer Michel Péclard beworben. Natürlich wollte er mich zuerst irgendwo zu einem Gespräch treffen. Doch weil ich als Luzerner kein einziges Restaurant in Zürich kannte ausser die alternative Szenebeiz Rote Fabrik, haben wir uns ziemlich unpassend dort verabredet. Noch heute zieht mich Michel immer wieder deswegen auf.»
Mario Garcia, Jahrgang 1990, Mitglied der Schweizer Koch-Nationalmannschaft, Finalist im Swiss Culinary Cup 2011.
«Mein erstes und einziges Bewerbungsgespräch war das mit dem Koch der Junioren-Kochnati. Es ging um die Mitgliedschaft dort und um die Praktikumsstelle. Ich wollte die Stelle unbedingt! Mein Tipp für das Vermeiden peinlicher Situationen ist perfekte Vorbereitung. Ich drucke immer alles Wichtige aus und bringe es zum Gespräch mit. Am wichtigsten ist es, sich selbst zu sein und sich nicht zu verstellen. Sonst kommt es am ehesten zu peinlichen Situationen.»