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Konsum

Frischfleisch, Charcuterie- und Wurstprodukte erfreuen sich bei den Konsumentinnen und Konsumenten grosser Beliebtheit. Dies belegen nicht nur die soeben veröffentlichten Konsumzahlen, sondern auch das «Ernährungspanel Schweiz», eine wissenschaftliche Längsschnittstudie der ETH Zürich über das Ernährungsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Bei der Umfrage zeigten sich aber Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Während beispielsweise rund ein Drittel der Männer angab, «mehrmals pro Woche» Rind- oder Kalbfleisch zu essen, war es bei den Frauen nur ein Fünftel aller Befragten. In einem Punkt waren sich aber alle Befragungsgruppen einig: Die Herkunft Schweiz wird als wichtig erachtet. Am wichtigsten beim Geflügel, gefolgt von Schweinefleisch und Rindfleisch.

 

Jeder Einwohner konsumiert im Durchschnitt 53,74 kg Fleisch

Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Konsum von Fleisch und Fleischprodukten in der Schweiz nochmals leicht zu. Während der Gesamtkonsum an verkaufsfertigem Fleisch um 0,8% auf 431‘020 Tonnen stieg (2010: +3,3%), erhöhte sich der Pro-Kopf-Konsum unter Berücksichtigung des Bevölkerungszuwachses nur leicht auf 53,74 kg (+0,2%). 
Deutliche Verschiebungen gab es jedoch in der Konsumentwicklung bei den einzelnen Fleischsorten. Unbestritten auf dem ersten Platz liegt trotz Abnahme des Pro-Kopf-Konsums um 1,7% weiterhin das Schweinefleisch, den zweiten Rang belegt mit 11,43 kg (+3,9%) neu das Geflügel und auf Rang drei folgt Rindfleisch mit einer Zunahme um 1,2% auf 11,29 kg.

(Alle Zahlen ohne Berücksichtigung der Konsummengen aus dem Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland.)

Fleischkonsum, Inlandproduktion und Aussenhandel 2011

 

Herr und Frau Schweizer essen auswärts anders als zuhause 

Bei der Auswärtsverpflegung ist Rindfleisch mit einem Anteil von 23,2% neuer Spitzenreiter, gefolgt von Schweinefleisch mit 22,4%. Während das Geflügel mit einem Anteil von 18,2% ausser Haus erst an dritter Stelle kommt, führt es die Rangliste in den Privathaushalten mit 20,9% deutlich an. Hier liegen auf Rang zwei die Würste mit einem Anteil von 20,2%, gefolgt von Charcuterie (18,9%), Schweinefleisch (15,4%) und Rindfleisch mit 10,3%.
Im Dreijahresvergleich zeigt insbesondere Geflügel eine deutliche Tendenz nach oben, während Schweinefleisch im Privathaushalt auf hohem Niveau stagniert und beim Ausser-Haus-Konsum an Beliebtheit verliert.