Traditionelle Metzgete: Ein Bisschen Wissen

Von Mitte September bis in den Dezember hinein laden Deutschschweizer Gasthöfe auf dem Land und immer mehr auch in der Stadt zur grossen Metzgete. Wir servieren Ihnen häppchenweise Wissen rund um das traditionelle Schweizer Festmahl.

Der Winter kommt!

Während die Bauern ihre Schweine in den Sommermonaten schön gemästet haben, wurde es im Herbst Zeit, die Tiere zu schlachten. So war die Bauernfamilie für die kalten Tage mit Fleisch versorgt und der Bauer musste die Schweine nicht durch den harten Winter füttern.

Ein Wort, zwei Bedeutungen

Das Wort «Metzgete» steht sowohl für die eigentliche Schlachtung als auch für das traditionelle Festessen danach.

Alles Wurst?

Die Stars jeder Metzgete sind sicher die feinen Blut- und Leberwürste. Aber auch Spezialitäten wie Gnagi, Schnörrli und Speck, Rippli, Bratwürste und vieles mehr gehören dazu.

Alles muss weg!

Da von einem Tier möglichst alles verwendet wurde, mussten nach der Schlachtung alle Produkte, die nicht haltbar gemacht und aufbewahrt werden konnten, rasch gegessen werden. Dazu gehörten vor allem das Blut und die Innereien.

Alles andere ist ...

Ah ja, die Beilagen! Was zu einer traditionellen Metzgete-Platte serviert wird, ist von Region zu Region verschieden. Häufig finden wir Sauerkraut oder Sauerrüben, die einen angenehmen Kontrast zum Fleisch und viel Vitamin C für den Winter bringen, Apfelmus, (Dörr-)Bohnen und Salzkartoffeln oder Rösti.

La fête du cochon!

Metzgete gibt’s auch in der Romandie! In der Ajoie im Kanton Jura etwa feiert man jeweils am zweiten Wochenende nach Allerheiligen «Saint-Martin». Und zwar mit einem 8- bis 12-gängigen Menü aus Schweinefleisch – von der Bouillon über Aspik bis hin zu Blutwurst, Adrio und Braten.