2013 Feedback von Paride Giuri

2009 wurde Paride Giuri Sieger beim Kochwettbewerb von «La Cuisine des Jeunes». 2013 ist er Souschef in einem Gourmetlokal in Graubünden. Lest hier mehr darüber, wie sich ein Erfolg beim Wettbewerb – und eine Menge Einsatz – auf eure Karriere auswirken!

Die Karriere von LCDJ-Gewinnern: Paride Giuri

Der in Davos geborene und ausgebildete Jungkoch Paride Giuri gewann 2009 den Kochwettbewerb «La Cuisine des Jeunes». Wir haben ihn im Sommer 2013 in Flims getroffen und zum heutigen Stand seiner Karriere befragt.

«Im Krafttraining», antwortet Paride Giuri auf die Frage, wo er sich in seiner Freizeit am häufigsten aufhält. Und das verwundert nur wenig, denn Paride Giuri ist ein junger Koch, der ständig an sich arbeitet, sei es in der Küche oder eben in der Freizeit. Nur das Motorrad kann das Krafttraining an Charme überbieten – Paride ist gern schnell unterwegs. Er hat auch früh in seinem Leben gemerkt, dass eine Karriere in der Küche für ihn geeignet ist: Als italienischstämmiger Bündner lernte er von seiner Mutter viel über das Kochen und half später in Davoser Restaurants aus, «um etwas Geld zu verdienen und Spass zu haben».

Bevor er mit dem Sieg am Kochwettbewerb «La Cuisine des Jeunes» erstmals öffentlich auffiel, hatte Paride Giuri bei Martin Imhof vom Davoser Hotel Schweizerhof Morosani eine gründliche Ausbildung genossen und es stand nie zur Debatte, dass der junge Davoser mit italienischen Wurzeln dereinst auf hohem Niveau kochen würde.

Am von «Schweizer Fleisch» veranstalteten Kochwettbewerb «La Cuisine des Jeunes», bei Brancheninsidern als LCDJ bekannt, räumte er 2009 ab mit seiner Kreation Kreative Schweinerei. «Der Gewinner hat die Komponenten auf seinem Teller am besten abgeschmeckt», beleuchtete Jurypräsident Erhard Gall den Hintergrund der Entscheidung zugunsten von Paride Giuri.

Die Kreative Schweinerei mit Schweinskopf, Crème brulée von der geräucherten Speckschwarte, pochiertem Bauchspeck und Spanferkelcarré war eine ebenso schmelzend zarte wie einfallsreiche Schöpfung, mit handwerklicher Perfektion ausgeführt und damit eine vielversprechende Demonstration seines Könnens. Bodenständigkeit gab Paride seiner Kreation mit einer Sauce, für die er unter anderem Monsteiner Bier verwendete, ein Produkt aus seiner Heimatregion Davos.

Erarbeitet hatte er das Gericht zusammen mit seinem Chef Pascal Schmutz. Er war damals im «Vitznauerhof» in Vitznau auf 15-Punkte-Niveau tätig und mit seiner engagierten Art der ideale Vorgesetzte für einen jungen Koch wie Paride. Schmutz hatte die Leitung des Gourmetrestaurants Sens sowie der gesamten Gastronomie des Fünfsternehotels übernommen, Paride Giuri war sein Souschef. Die beiden blieben ein Team, nachdem Schmutz im Dezember 2011 als Chef de Cuisine zum Restaurant Bam Bou (14 Gault-Millau-Punkte) des «The Hotel» in Luzern wechselte.

Paride Giuris stets überzeugende Arbeit führte dazu, dass Schmutz ihn gleich auf seinen nächsten Posten mitnahm: Ins «Waldhaus» Flims. Das gediegene Fünfsternehaus ist das ideale Umfeld für das Team Schmutz/Giuri: Im Gourmetlokal Epoca können die beiden neue Kreationen erfinden und perfektionieren; das gut situierte Publikum aus Hotelgästen und Urlaubern aus ganz Europa sowie dem Osten mag die lockere, verspielte Eleganz, mit welcher hier eine gehobene Küche zelebriert wird. Und Paride ist wieder etwas näher an dem Ort tätig, an dem er geboren wurde und den er mit der Küche seiner Mutter verbindet, welche für ihn eine tägliche Inspiration darstellt.

«Im Moment bin ich zufrieden!», sagt der ambitionierte Koch und begeisterte Teamworker. Wenn er über seine Zukunftsvorstellungen redet, kann man heraushören, dass es ihn über kurz oder lang ins Ausland ziehen könnte, und es gibt auch einen Traum vom eigenen Lokal. «Aber für solche Dinge wie auch den Job des Küchenchefs ist es im Moment noch zu früh.» LCDJ wird Paride Giuri im Auge behalten und hofft, euch dereinst mit erfreulichen News vom ehemaligen Kochwettbewerbssieger und vorbildlich präzisen Kochfanatiker überraschen zu dürfen.