«LCDJ-Experience» 2015: Luzerner Gastrotrends erleben

Networking meets Genuss: Hier erfahrt ihr, was die Mitglieder von «La Cuisine des Jeunes» auf ihrem Rundgang durch fünf Luzerner Trendlokale erlebt haben.

«LCDJ-Experience» 2015: kulinarisches Meeting in Luzern

Seine eigene Karriere voranzutreiben, kann so schön sein: Einmal pro Jahr lädt die Plattform «La Cuisine des Jeunes» ihre Members ein zu einem kulinarischen Treffen mit innovativen und erfolgreichen Gastronomen. Das heisst: geniessen und Insiderwissen austauschen – diesmal in Luzern!

Von Winterthur, aus dem Freiburgerland und sogar aus dem Wallis sind die jungen Köchinnen und Köche am 20. April nach Luzern gereist. Sie folgten der Einladung von Samuel Zaugg, der bei «Schweizer Fleisch» für den Bereich Gastronomie und somit auch für «La Cuisine des Jeunes» zuständig ist. Bereits zum dritten Mal lädt er mit «LCDJ-Experience» den Schweizer Kochnachwuchs zum kulinarischen Treffen mit Trendsettern aus Restauration und Hotellerie.

Genüsslicher Start

Wie bereits 2014 in Zürich organisierte Georg Twerenbold die diesjährige «LCDJ-Experience». Der leidenschaftliche Gastronom und Veranstalter des Branchen-Awards «Best of Swiss Gastro» kennt sich in der Schweizer Gastroszene bestens aus und ist gerne bereit, sein Know-how an den Nachwuchs weiterzugeben.

Rendez-vous und Startpunkt war das italienische Lokal Barbatti, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei kühlem Bier und feinen Apéroplättchen Anlauf nahmen für die anschliessende Tour.

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Event begann mit einer Überraschung, durften die jungen Köche doch hinter die Kulissen des legendären Luzerner Fünfsternehotels Schweizerhof blicken. Mit Roman Omlin, dem Marketingleiter des Traditionshauses, ging es zuerst in den berühmten, denkmalgeschützten Ballsaal, auf dessen Parkett auch schon Könige feierten. Und natürlich liessen es sich die jungen Gäste auch nicht nehmen, einen Blick in die Küche des «Schweizerhofs» zu werden. Die Küchenbrigade umfasst 26 Köche und 5 Lernende. Von Zeit zu Zeit erhält sie Verstärkung von René Schudel, der als Gastkoch beispielsweise die Spezialität des Monats kreierte.

Ein Bisschen Erholung an der Reuss

Nach der eindrücklichen Führung durchs Sternehotel ging’s zur wohlverdienten ersten Pause an die Reuss – in die Brasserie Bodu. Das Lokal ist in ganz Luzern bekannt für seine Brasserie-Küche. «Wir verkaufen pro Jahr fünf Tonnen Entrecôte aus der Schweiz», führte Geschäftsinhaber Samuel Vörös aus. Und auch die ambitionierten Jungköche erzählten bei einem erstklassigen Rindscarpaccio, dass ihnen Schweizer Fleisch am Herzen liegt. So auch Michael Haas vom Hotel Felmis in Horw, der gemeinsam mit einem Freund eigene Würste herstellt: «Wir möchten nun ein eigenes Wurstrezept kreieren und unsere Gäste damit begeistern.»

Der Nachwuchs weiss Bescheid

Luma-Beef oder Dry-Age? Um dieses Thema drehte sich das Tischgespräch im nächsten Lokal, dem jungen und trendigen Mill’Feuille. Im stylischen Ambiente der früheren Bäckerei genossen die jungen Gäste Klassiker wie Papet Vaudois und Coq au Vin und diskutierten mit ihrem Gastgeber Samuel Zaugg über die Vorteile von Schweinefleisch aus Schweizer Zucht. Dabei wurde schnell klar, dass die Youngsters Bescheid wissen. Wen wundert’s, arbeiten doch mehrere von ihnen schon heute in Sternebetrieben. Etwa die Walliserin Karin Chastonay oder Adrian Müller aus Willerzell.

Schweizer Qualität muss sein!

Für den nächsten Gang begaben sich die Geniesser ins Hotel Schlüssel. Serviert wurden Schweinebauch und Siedfleisch – natürlich mit passenden Weinen und fachkundigen Erläuterungen. Das Lokal trägt die Auszeichnung «Wir setzen auf Schweizer Fleisch», die von «Schweizer Fleisch» ins Leben gerufen wurde. Und so drehte sich das Tischgespräch auch im «Schlüssel» bald wieder um die gute Qualität einheimischer Produkte. Cédric Gerber vom Restaurant Löwen in Nänikon: «Mir ist es nicht so wichtig, jeden Tag Fleisch zu essen – zu oft bekommt man dann billige Ware, die nicht schmeckt. Wichtig ist, dass man gutes Fleisch wirklich geniesst. Dann darf es auch etwas kosten.» Und da gingen an diesem Abend wohl alle mit ihm einig, seine jungen Kolleginnen und Kollegen genauso wie die gestandenen Gastronomen.

Fortsetzung folgt ...

Bei Käse und Dessert beendete die Gruppe zukünftiger Karriereköche den Abend im Szenelokal Aqua am Luzerner Inseliquai. Natürlich gab es auch hier noch etwas zu lernen – diesmal allerdings nicht mehr über Fleisch, sondern über aromatische Portweine.

So ging eine weitere erfolgreiche Ausgabe der «LCDJ-Experience» langsam ihrem Ende entgegen. Und die vielen strahlenden Gesichter machen uns die Entscheidung einfach: Auch im nächsten Jahr gibt’s wieder eine kulinarische Tour. Bis dahin sicher die eine oder andere Verlosung – zum Beispiel Tickets für diverse Veranstaltungen. Drum: Dranbleiben lohnt sich.

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