Gutes aus dem Schweizer Wald

Lieben Sie ausgefallene Zutaten? Dann suchen Sie nicht zu weit: Vieles, was im Wald wächst, ist nicht nur bedenkenlos essbar, sondern schmeckt auch grossartig. Verbinden Sie das Sammeln der Zutaten doch mit einem Spaziergang – das ist erst noch entspannender als ein Besuch im Supermarkt.

Haselnüsse

Wo findet man sie? In Laubwäldern und an Flussufern sind Haselsträucher sehr häufig anzutreffen. Die reifen Nüsse färben sich im September braun.

Was macht man daraus? Die gehackten Nüsse geben Pasteten, Terrinen und Panaden den nötigen Biss. Gemahlen eignen sie sich zum Backen von Kuchen und Guetzli.

Tipp: Nüsse bei 50 °C im Ofen trocknen, damit sie keinen Schimmel ansetzen. Werden die Kerne in der Pfanne geröstet, entfalten sie noch mehr Aroma.

Hagenbutten

Wo findet man sie? Hagebuttensträucher lieben die Sonne. Deshalb findet man sie bevorzugt an Waldrändern, in Hecken oder entlang von Zäunen.

Was macht man daraus? Die süss-sauren Früchte der Hagebutte müssen vor dem Genuss stets gekocht werden. Sie eignen sich für Konfitüren, Tee, Cremes oder in Saucenform als Beilage zu Fleisch.

Tipp: Essen Sie sich gesund: Hagebutten enthalten 20-mal so viel Vitamin C wie Zitronen.

Fichtennadeln

Wo findet man sie? Fichten wachsen überall im Wald. Von der Tanne unterscheidet sich die Fichte in ihren Nadelspitzen: Die Fichte sticht, die Tanne nicht!

Was macht man daraus? Fichtenspitzen eignen sich als Fleischgewürz, aber auch als interessante Geschmackskomponente in Sirup oder Gelee.

Tipp: Aus Fichtennadeln lässt sich auch Öl herstellen. Geben Sie die Nadeln in Rapsöl, lagern sie es mindestens 2 Wochen an einem dunklen Ort – und fertig ist das Fichtennadelöl.

Brennnesseln

Wo findet man sie? Brennnesseln fühlen sich auf nährstoffreichen Böden besonders wohl. Zum Beispiel an Waldrändern, Flussufern, Strassenrändern und entlang von Zäunen.

Was macht man daraus? Die Blätter können als Suppe, im Risotto, im Kartoffelstock oder in Spätzli zum Einsatz kommen. Als Tee wirken die Blätter harntreibend und entzündungshemmend.

Tipp: Fürs Sammeln der jungen Triebe empfehlen sich Gummihandschuhe und eine Schere.

Buchennüsse

Wo findet man sie? Buchen sind sehr verbreitet – sowohl im Wald wie auch als Einzelbaum. Die Buchennüsse fallen im Herbst vom Baum, und zwar verpackt in einer haarigen Kapsel.

Was macht man daraus? Buchennüsse können wie Pinienkerne gegessen oder gehackt zum Backen oder für Desserts verwendet werden.

Tipp: Trocknet man die Nüsse bei 50 °C im Ofen, lassen sich die Kerne besser herauslösen.