Ökobilanz

Die Schweizer Landwirtschaft hat ihre Treibhausgas-Emissionen zwischen 1990 und 2015 bereits um 11,2% reduziert. Die Schweizer Ökobilanz für tierische Produkte ist schon heute in vielen Aspekten besser als diejenige vieler anderer Länder. Dazu tragen insbesondere eine auf nachhaltige Produktion ausgerichtete Landwirtschaft, die auf Raufutter basierende Rindvieh- und Schafhaltung sowie die vielen umweltzertifizierten Verarbeitungsbetriebe bei. Positiv wirken sich zudem die Verwertung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelverarbeitung und die kurzen Transportwege aus. Trotzdem muss bei der Tierhaltung erreicht werden, dass die Nutztiere noch weniger direkte Nahrungsmittelkonkurrenten der Menschen sind. Für die Schweizer Fleischproduktion heisst das: Eine auf nachhaltige Produktion ausgerichtete Landwirtschaft (Ökologischer Leistungsnachweis ÖLN), effiziente Nutzung des Grünlandes, optimierte Nutzung der Ressourcen aus der Lebensmittelverarbeitung (Nutzung wertvoller Inhaltsstoffe aus den Schlachtnebenprodukten, konsequente Wiederverwertung von Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie) sowie adäquate Ergänzung der Futtermittelrationen mit möglichst geringen Mengen an importieren Ergänzungsfuttermitteln.

CO2-Senken als Speicherort

Die Landwirtschaft stösst zwar Emissionen aus, dient aber gleichzeitig auch als Speicherort (humusreiche Böden wirken als CO2-Senken), während die übrigen Bereiche nur als Emittenten agieren.

Milch und Milchprodukte

Die Fleischproduktion ist an die Milchproduktion gekoppelt. Auch Milchkühe produzieren CO2, Methan- und Lachgas. Und Kühe geben nur Milch, wenn sie jährlich ein Kalb gebären. Dies muss bei den ökologischen Überlegungen mitberücksichtigt werden. 2015 wurden in der Schweiz pro Kopf knapp 51.5 kg Fleisch und 121 kg Milch und Milchprodukte konsumiert.