Landwirtschaft

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Bedeutung der Landwirtschaft reicht in der Schweiz weit über die Nahrungs­mittel­produktion hinaus. Ohne die vielen kleinen Betriebe wären die typischen Landschaften und malerischen Alpweiden kaum denkbar. Auch die Erhaltung der natürlichen Lebens­grundlagen und die dezentrale Besiedlung liegen im öffentlichen Interesse des Landes. Diese Leistungen der Bauern sind in der schweizerischen Bundesverfassung verankert und werden vom Staat unterstützt. Daneben profitieren viele vor- und nachgelagerte Betriebe von der Landwirtschaft, zum Beispiel die Saatguthersteller oder die Zuckermühlen.

Land- und Fleischwirtschaft sind bedeutende Wirtschaftszweige. In der Schweiz gibt es rund 54‘000 Landwirtschaftsbetriebe mit zirka 159‘000 Beschäftigten und in der Fleischwirtschaft arbeiten über 23‘000 Personen. 2014 lag der Produktionswert von Fleisch bei etwas mehr als einem Viertel des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes.

Viel Fleisch aus den Bergen

Seit 1996 nimmt die Anzahl Betriebe zwar ab. Die landwirtschaftliche Nutzfläche blieb aber fast unverändert, und die durchschnittliche Betriebsgrösse hat zugenommen. Fast drei Viertel der Landwirtschaftsbetriebe sind auf die tierische Produktion spezialisiert. Der grösste Anteil an Betrieben mit tierischer Produktion findet sich in den Bergregionen. Betriebe mit gemischter Produktion (Pflanzen- und Tierproduktion) sind besonders in den Talregionen vertreten.

Zahlen und Fakten

  • Land­wirt­schaft­li­che Nutz­flä­che (2014): 1'051'183 ha (davon 71% Grünfläche)
  • Land­wirt­schafts­be­trie­be (2013): rund 54'000
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2013): 158'919