Tiergesundheit

Verschiedene Stellen sorgen dafür, dass die Schweizer Nutztiere gesund sind. Dank lückenloser Tierverkehrskontrolle sollen Seuchen gar nicht erst zum Ausbruch kommen. Die aktive Überwachung zeigt Wirkung: Die Schweiz ist weitgehend frei von hochansteckenden Tierseuchen.

Tierschutz und Hygiene

Ent­schei­dend für die Tier­ge­sund­heit ist auch, dass die Tiere rich­tig be­treut wer­den. Dafür sorgt das stren­ge Schwei­zer Tier­schutz­ge­setz. Es muss kon­se­quent ein­ge­halten wer­den und wird von unabhängiger Seite kontrolliert. Auch die ge­ne­rel­le Sau­ber­keit und Hy­gie­ne wird genau befolgt. Arz­nei­mit­tel wer­den nur in enger Zu­sam­men­ar­beit mit dem Tier­arzt ein­ge­setzt und de­tail­liert pro­to­kol­liert. Im Schwei­zer Fleisch sind keine Rück­stän­de zu fin­den.

Vorschriften und Kontrolle

Gesunde Tiere stehen für gesunde Lebensmittel. Die tierfreundliche Haltung, Fütterung und Pflege unserer Tiere bildet hierfür die Grundlage. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV ist für die Rechtsgrundlagen zuständig und stellt ein hohes Niveau des Tierschutzes und der Tiergesundheit in der Schweiz sicher.

Als Fachstelle «Veterinärdienst Schweiz» arbeiten die verantwortlichen Stellen bei Bund und Kantonen eng zusammen und fördern aktiv die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier.

Zulassung und Einsatz von Arzneimitteln für Tiere sind in der Schweiz streng reguliert. Vom Bund werden nur Arzneimittel zugelassen, die vorgängig auf ihre Sicherheit geprüft wurden. Zudem sind bei deren Verwendung Absetzfristen vorgeschrieben, damit die Medikamente vom Tierkörper genügend abgebaut werden können. Das heisst, während einer bestimmten Zeit nach der Behandlung dürfen weder die Milch noch das Fleisch des betreffenden Tieres als Lebensmittel verwendet werden.

Rückverfolgbarkeit

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Rückverfolgbarkeit des Schweizer Fleisches von der Ladentheke bis zur Schlachtbank – und von dort bis zu den Geburtsbetrieben. Die Tierverkehrskontrolle gilt für alle Klauentiere: für Rinder, Kälber, Schafe, Ziegen- und Schweine, aber auch für Büffel, Lamas, Alpakas sowie Dam- und Rothirsche, die in der Schweiz gehalten werden. Die Tiere werden bei der Geburt markiert und in einer nationalen Datenbank erfasst. Kontakte mit anderen Tieren sowie Verschiebungen in andere Betriebe werden registriert.