Lebensmittel

Umfassende Lebensmittelkontrolle

Das schweizerische Lebensmittelrecht ist gleichwertig wie das EU-Lebensmittelrecht. Inhaltsstoffe, Hygiene und Herkunft sind exakt festgelegt und werden regelmässig kontrolliert. Die Verantwortung ist in der Schweiz wie folgt aufgeteilt: In der Bundesverfassung ist der Auftrag zur Lebensmittelkontrolle verankert, das Lebensmittelgesetz regelt die Kontrolle, die Verordnungen (z.B. Lebensmittelverordnung, Hygieneverordnung) legen die Anforderungen an die hygienische Produktion und an die verkaufsfertigen Produkte fest.

Zahlreiche Gesetze und Verordnungen regeln, welche Angaben bei der Abgabe von Fleisch und Fleischwaren an die Konsumenten gemacht werden müssen. Diese Vorschriften haben zum Zweck, die Konsumenten vor Gesundheitsgefährdung und vor Täuschung zu schützen sowie den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln sicherzustellen.

Die rechtlichen Grundlagen

  • Bundesgesetz über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (Lebensmittelgesetz) vom
    9. Oktober 1992
  • Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (Lebensmittelverordnung) vom
    23. November 2005

Von entscheidender Bedeutung für alle an der Produktion von Lebensmitteln Beteiligten ist der Artikel 23 des Lebensmittelgesetzes, welcher den Begriff der Selbstkontrolle und damit denjenigen der Eigenverantwortung definiert. Die sich daraus ergebenden Forderungen stimmen mit den internationalen Abkommen überein. Bei den Fleischprodukten betrifft dies die gesamte Produktion vom Produzenten über den Metzger bzw. Importeur bis zum Zwischenhändler.

Verordnungen

Mit einer Vielzahl Verordnungen sorgt die Schweizer Fleischwirtschaft für eine durchgehend hohe Sicherheit ihrer Produkte.

  • Die Lebensmittelverordnung definiert, was als Lebensmittel zugelassen ist. Sie enthält unter anderem Anforderungen an die Bestandteile, an die Herkunftsdeklaration und die Auszeichnung von Lebensmitteln.
  • Die Hygieneverordnung schreibt die mikrobiologischen Anforderungen für Lebensmittel vor (Grenz- und Toleranzwerte).
  • Die Verordnung über die in Lebensmitteln zulässigen Zusatzstoffe wurde weitgehend mit dem europäischen Recht harmonisiert und regelt die in Fleisch- und Fleischerzeugnissen zugelassenen Zusatzstoffe.
  • Die Verordnung über Fremd- und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln regelt die Höchstkonzentrationen (Grenz- und Toleranzwerte) von Fremd- und Inhaltsstoffen.

Qualitätssicherung

Bei Fleischprodukten wird die gesamte Produktion streng kontrolliert, vom Stall bis zum Verkauf. Zuständig sind je nach Bereich der Bund, die Kantone oder teilweise auch Gemeinden – an der Grenze das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und die Zollverwaltung zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit, im Landesinnern die Lebensmittelkontrollbehörden unter der Leitung des Kantonschemikers. Für einen einheitlichen Vollzug haben sich die Kantonschemiker in einem Verband organisiert.